Vorsynoden zur Synode vom 25. Juni 2018

Zur Vorberatung der Geschäfte der Synode vom Montag, 25. Juni 2018, finden regionale Vorsynoden statt. Sie dienen der Information und der Meinungsbildung:
Aadorf: Montag, 18. Juni 2018, 18.30 Uhr, evang. Kirchgemeindezentrum in Aadorf (Organisation: Roland Gahlinger, Aadorf)

Amriswil (Oberthurgau): Montag, 18. Juni 2018, 19.30 Uhr, im Alten Pfarrhaus an der Bahnhofstrasse 3 in Amriswil, Stübli im Parterre (Organisation: Fritz Wälchli, Amriswil)

Frauenfeld: Dienstag, 19. Juni 2018, 19.30 Uhr, im Unterrichtszimmer im Erdgeschoss des Kirchgemeindehauses, angebaut an die Stadtkirche Frauenfeld (Organisation: Pfarrer Markus Aeschlimann Frauenfeld)

Kreuzlingen: offen.
Steckborn: Dienstag, 19. Juni 2018, 19.00 Uhr, im evangelischen Kirchgemeindehaus, Obertorplatz 1, in Steckborn (Organisation: Pfarrer Andreas Gäumann, Steckborn)
Weinfelden: Montag, 18. Juni 2018, 19.30 Uhr, evang. Kirchgemeindehaus, Weinfelden (Organisation: Peter Huber, Andwil)

Synode vom 25. Juni 2018

Die Evangelische Synode des Kantons Thurgau tagt am 25. Juni 2018 in der Kartause Ittingen erstmals in ihrer neuen Zusammensetzung für die Amtsdauer 2018 bis 2022

Judith Hübscher Stettler zur Wahl als Präsidentin vorgeschlagen

An der Sitzung der Evangelischen Synode des Kantons Thurgau vom 25. Juni 2018 wird gewählt. Zum Beginn der neuen Amtsdauer 2018 bis 2022 wählt das Kirchenparlament seine Organe neu. Zur Wahl als Präsidentin ist die bisherige Vizepräsidentin Judith Hübscher Stettler aus Gachnang vorgeschlagen.

ERNST RITZI*

Das Büro der Synode schlägt der Wählerversammlung der Synode vom 30. Mai 2018 vor, dass Judith Hübscher Stettler, Gachnang, in den nächsten vier Jahren als zweite Frau in der Geschichte der Thurgauer Landeskirche die Geschicke der Synode leiten soll. Die 54-jährige ist beruflich als kantonale Beauftragte für Gesundheitsförderung, Prävention und Sucht tätig. Sie folgt auf Pfarrer Jakob Bösch aus Münchwilen-Eschlikon, der die Synode in den letzten vier Jahren präsidiert hatte. Erstmals hatte in der vergangenen Amtszeit 2014 bis 2018 am 21. August 2017 eine Gesprächssynode stattgefunden. In einer Aussprache machte sich das Kirchenparlament Gedanken zur Zukunft der Thurgauer Landeskirche. Die Ideen sind am 10. Februar 2018 in eine Zukunftswerkstatt eingeflossen. In zwölf Thesen hat die Thurgauer Kirche Handlungsansätze für die Zukunft formuliert.

Synode wählt ihre Organe für die nächsten vier Jahre neu
Neben dem Präsidium der Synode werden an der konstituierenden Sitzung für die Amtsdauer 2018 bis 2022 auch die übrigen Organe gewählt. Der Wählerversammlung vom 30. Mai 2018 macht das Büro der Synode folgende Vorschläge:
Büro der Synode: Präsidentin/Präsident: Judith Hübscher Stettler, Gachnang; Vizepräsident/Vizepräsidentin: Pfarrer Hansruedi Vetsch, Frauenfeld; Aktuariat des Büros: Pfarrer Steffen Emmelius, Aadorf-Aawangen (neu); und Johanna Pilat, Roggwil (bisher); Stimmenzählende: Elsbeth Graf, Berg (neu); Susanna Müller, Bussnang-Leutmerken (neu); Hans Peter Niederhäuser, Weinfelden (bisher); Pfarrerin Gabriele Weiss, Scherzingen-Bottighofen (bisher); Ersatzmitglied des Büros: Pfarrer Jakob Bösch, Münchwilen-Eschlikon (neu); Geschäftsprüfungskommission GPK: Präsident: Pfarrer Andreas Gäumann, Steckborn (bisher); Mitglieder: Roland Gahlinger, Aadorf-Aawangen (bisher); Brigitte Hascher, Hüttlingen (bisher); Michael Raduner, Horn (bisher); Diakon Hanspeter Rissi, Kreuzlingen (bisher); Pfarrer Paul Wellauer, Bischofszell-Hauptwil (bisher); für einen Sitz liegt noch kein Wahlvorschlag vor; Redaktionskommission: Präsident: Pfarrer Christian Herrmann, Gachnang (bisher); Mitglieder: Pfarrer Steffen Emmelius, Aadorf-Aawangen (neu); Colin Allan, Frauenfeld (bisher); Christian Lohr, Kreuzlingen (bisher); für einen Sitz liegt noch kein Wahlvorschlag vor.
Die Kandidaturen für die Organe der Synode werden am Mittwoch, 30. Mai 2018, 19.15 Uhr, an einer Wählerversammlung der Synode im evangelischen Kirchgemeindehaus in Weinfelden bestimmt. Für Mitglieder der Synode, die mit der Amtsdauer 2018 bis 2022 erstmals in die Synode gewählt wurden, findet am Donnerstag, 14. Juni 2018, 19.15 Uhr, im evangelischen Kirchgemeindehaus in Weinfelden ein Einführungs- und Informationsabend statt.

Jahresbericht 2017 mit Rückblick auf das Gedenkjahr «500 Jahre Reformation»
Rechnung und Jahresbericht des vorausgegangenen Jahres gehören zu den fixen Geschäften, die die Synode jeweils im Juni berät. Im Jahresbericht 2017 der Landeskirche blickt der Kirchenrat – illustriert mit Bildern – auf die Höhepunkte des Gedenkjahres 2017 zu «500 Jahre Reformation» zurück. Höhepunkte aus der Sicht der Thurgauer Landeskirche waren der 3. Thurgauer Kirchensonntag vom 11. Juni in Egnach, die Gedenkfeier «500 Jahre Reformation» am 31. Oktober in Weinfelden und die grosse Beteiligung der Thurgauer Jugend am Reformationsfestival «Reformaction» vom 3. bis 5. November in Genf. Erste Gedanken äussert der Kirchenrat in den Berichten über die Tätigkeit der Landeskirche zur Umsetzung der zwölf Thesen zur Zukunft der Landeskirche, die an einer Zukunftstagung der Landeskirche am 10. Februar 2018 in der Kartause Ittingen diskutiert wurden.

Rechnung 2017 der Landeskirche schliesst mit Plus ab
Mit einem Plus von Fr. 120'742.24 schliesst die Rechnung 2017 der Landeskirche erfreulich ab. Das Budget 2017 hatte mit einem Rückschlag von Fr. 54’573.- gerechnet. Zum besseren Rechnungsergebnis haben leicht höhere Steuereinnahmen und Minderausgaben im Vergleich zum Budget beigetragen. Der Kirchenrat schlägt der Synode vom 25. Juni 2018 folgende Verwendung des Rechnungsergebnisses 2017 vor: Fr. 50‘000.- sollen als Vorfinanzierung für das Projekt «150 Jahre Thurgauer Landeskirchen 2019/2020» verwendet und Fr. 70'742.24 dem Eigenkapital zugewiesen werden.

Kreditantrag für Bereitstellung einer zentralen digitalen Datenablage
Für die Verwaltung und die Dienste der Landeskirche will der Kirchenrat eine Informatiklösung mit zentraler elektronischer Datenanlage einrichten. Die Beschaffung der neuen IT-Mittel steht im Zusammenhang mit einem Organisationsentwicklungsprojekt, mit dem der Kirchenrat die Organisation der landeskirchlichen Verwaltung, der landeskirchlichen Dienste und auch seine eigene so dokumentieren und aufstellen will, dass die Aufgaben und Prozesse nachvollziehbar und transparent sind. Damit wird die Organisation auf den neuesten Stand gebracht und Nachfolgeregelungen in der landeskirchlichen Verwaltung und im Kirchenrat werden erleichtert. Der Kreditantrag betrifft die Einführung einer zentralen digitalen Datenablage mit einmaligen Umstellungskosten von Fr. 25'000.- und jährlich wiederkehrenden Kosten von Fr. 35'000.-. Der Kirchenrat hat sich bei der Beschaffung für eine «All-In-Lösung» entschieden, der den ganzen IT-Bereich umfasst und die vollständige Hard- und Software und den dafür nötigen Support einschliesst. In der Botschaft zeigt der Kirchenrat einleitend auf, was im vor einem Jahr eingeleiteten Organisationsentwicklungsprozess bereits geschehen ist.

Konkordat zur Ausbildung der Pfarrerinnen und Pfarrer wird geändert
Da Verträge, die die Thurgauer Landeskirche mit anderen Kirchen abschliesst, von der Synode zu genehmigen sind, hat die Synode am 25. Juni 2018 über die Änderung des Ausbildungskonkordats der Deutschschweizer Kirchen zur Ausbildung der Pfarrerinnen und Pfarrer zu entscheiden. Das Konkordat ist ein Vertrag zwischen Kantonalkirchen. Er regelt die praktische Ausbildung der angehenden Pfarrer und Pfarrerinnen. Diese findet in der Verantwortung der Kirchen statt, während die theoretisch-theologische Ausbildung Sache der Universitäten ist. Die vorliegende Teilrevision wurde von allen Exekutivvertretern der Konkordatskirchen (evangelische Landeskirchen der Deutschschweiz ohne Bern) gutgeheissen. Das revidierte Konkordat regelt nur die absolut wesentlichen Dinge. Detailbestimmungen sollen in den von der Konkordatskonferenz zu erlassenden Ordnungen geregelt werden. Anpassungen an die schnellen Veränderungen in der Bildungslandschaft sind so in Zukunft einfacher möglich. Die bisherige KEA (Kommission für Eignungsabklärung) wird durch die KEK (Kirchliche Eignungsklärung) abgelöst. Das Verfahren wird dadurch schlanker und professioneller. Mit einem «Ampelsystem» sollen in Zukunft nur noch in jenen Fällen genauere Abklärungen vorgenommen werden, wo Zweifel an der Eignung zum Pfarrberuf bestehen. Der abschliessende Entscheid erfolgt durch die Kommission und ist rekursfähig. Die Ausbildungskommission ist der Ort, wo Vertreter der Theologischen Fakultäten der Universitäten Zürich und Basel und der Kirchen die gemeinsamen Belange besprechen. Sie fällt Entscheide zur sogenannten «Äquivalenz», also zur Gleichwertigkeit von Ausbildungsgängen, die ausserhalb der Theologischen Fakultäten Universitäten Zürich und Basel absolviert wurden. Trotz obligatorischem Durchlaufen der Kirchlichen Eignungsklärung (KEK) braucht es weiterhin die Empfehlung der zuständigen Konkordatskirche (in der Regel jene Landeskirche, in der die Studierenden bei Studienbeginn gewohnt haben). Die Kirchen haben nicht dasselbe nochmals zu prüfen, was die KEK prüft, sie können aber Gründe geltend machen, die in der Person der Anwärterin/ des Anwärters liegen, die «es ihr unzumutbar machen, diese oder diesen für das Pfarramt zu ordinieren». Für den Informationsaustausch unter den Konkordatskirchen in heiklen Fällen braucht es eine gesetzliche Grundlage. Er ist momentan nur sehr eingeschränkt möglich. Das ist ein potenzielles Risiko – auch im Hinblick auf die mediale Beachtung von Fällen von Grenzverletzungen durch Pfarrpersonen.
Die Konkordatskirchen sollen weiterhin die Möglichkeit haben, eigene Zulassungen zum Pfarramt auszusprechen. Auch die Thurgauer Kirchenverfassung sieht die Möglichkeit vor, dass Pfarramtsanwärter, die nicht im Besitz des Wahlfähigkeitszeugnisses des Konkordats sind, zum Pfarrdienst zugelassen werden können.

Verhandlungen der Synode sind wie immer öffentlich
Die Verhandlungen der Thurgauer Synode vom Montag, 25. Juni 2018, sind öffentlich. Sie finden von 9.30 bis 12.00 Uhr und von 13.45 bis 17.00 Uhr in der Kartause Ittingen statt. Zuvor wird in der Klosterkirche der Kartause um 8.15 Uhr ein öffentlicher Synodegottesdienst gefeiert. Er wird vom Gachnanger Pfarrer Dr. Christian Herrmann geleitet.

 

*Ernst Ritzi ist Aktuar des Evangelischen Kirchenrates

 

Sitzungsunterlagen

Kontakt

Evangelische Synode
des Kantons Thurgau
Präsidium
Judith Hübscher Stettler
Strass 8
8500 Frauenfeld
079 512 76 12
judith.huebscher@evang-tg.ch

Sitzungsdaten

Montag, 25. Juni 2018: Erste Sitzung der neuen Synode in der Kartause Ittingen, ganzer Tag

Montag, 26. November 2018, Sitzung der Synode in Weinfelden, ganzer Tag

Montag, 24. Juni 2019, Sitzung der Synode in Frauenfeld, ganzer Tag

Montag, 25. November 2019, Sitzung der Synode in Weinfelden, ganzer Tag

News

Dienstag, 26. Juni 2018

Deutlicher Vorbehalt zur Konkordatsrevision

Die Synode genehmigte einen Kredit für die Vernetzung von Arbeitsplätzen im IT-Bereich und stimmte...mehr

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Montag, 25. Juni 2018

Judith Hübscher ist neue Synodepräsidentin

Am Montag, 25. Juni, hat sich die Synode der Evangelischen Landeskirche des Kantons Thurgau für die...mehr

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