Fürbitten am 1. August Gottesdienst. von links nach rechts: Roger Stieger, Kantonsrat, Fritz Wälchli, Laienprediger, Dean Kradolfer, Kantonsrat, Christian Caviezel, Kantonsrat Bild: zVg
Fürbitten am 1. August Gottesdienst. von links nach rechts: Roger Stieger, Kantonsrat, Fritz Wälchli, Laienprediger, Dean Kradolfer, Kantonsrat, Christian Caviezel, Kantonsrat Bild: zVg
Im Zentrum der Feier standen der Schweizerpsalm und das Gebet. Die pensionierte evangelische Pfarrerin Christa Heyd wusste viel Wissenswertes über die Entstehung unserer heutigen Nationalhymne zu berichten. Der Zisterziensermöch Alberich Zwyssig komponierte 1841 die Melodie, den Text schrieb der reformierte Zürcher Dichter Leonhard Widmer. Obwohl die beiden von ihren Lebensentwürfen so verschieden waren, hatten sie ihre Gottesfurcht als gemeinsamen Nenner. Christa Heyd sprach von «Herzensökumene», die dem Schweizerpsalm zu Grunde liegt. Erst im Jahre 1981 wurde der Schweizerpsalm als offizielle Landeshymne aufgenommen und in ihr sei kein kriegerischer Ton, keine Verherrlichung eines Menschen – sie strahle Frieden aus.
Berge verströmen Ruhe und Zuversicht
Zum Thema «Betet, freie Schweizer, betet» predigte der katholische Seelsorger Christian Brändle. Wie die Schweiz sei auch die Bibel voller Geschichten von und mit Bergen. Sein Blick zu den Bergen erfülle ihn immer mit grosser Dankbarkeit und Demut. Gleichzeitig hilft ihm dieser Blick zu den Bergen, auch in stressigen Zeiten zur Ruhe zu kommen und neue Zuversicht zu erhalten. Christian Brändle unterstützte mit seinem Einsatz am E-Piano auch die Lobpreisgruppe und begleitete alle Lieder. Aus musikalischer Sicht war der Gottesdienst sehr vielseitig. So sorgten Andrea Clesle aus Hosenruck und ihre Jodlerfreundinnen mit ihren Liedern für eine andächtige Stimmung, während die Lobpreisformation um Laurent Oppliger aus Bischofszell die Feiernden zum Mitsingen der modernen Loblieder einlud. Neben allen vier Strophen des Schweizerpsalms durfte auch das «Grosser Gott, wir loben dich» nicht fehlen.
Beten für Frieden, Gerechtigkeit und Stabilität
Wie in den vergangenen zehn Jahren übernahmen wieder drei Kantonsräte die Fürbitten. Christian Caviezel, Dean Kradolfer und Roger Stieger beteten für Frieden, Gerechtigkeit und Stabilität in unserem Land und in der ganzen Welt. Rund hundert Personen liessen es sich nicht nehmen, im Anschluss an den Gottesdienst auch noch den Weg zum Nollenkreuz unter die Füsse zu nehmen. Mit der wunderbaren Sicht in den Mittel- und Oberthurgau, zum Bodensee und in das angrenzende Deutschland konnte nochmals für verschiedene Anliegen gebetet und den Alphornklängen zugehört werden. Die Küche des Restaurants Nollen war anschliessend sehr gefragt und ein ganz grosses Dankeschön geht an die ganze Nollen-Crew. Viele der Besuchenden freuen sich schon heute auf die nächste Ausgabe des Gottesdienstes auf dem Nollen am 1. August 2026.