Peregrina-Stiftung: Ankommen im Alltag

Die Peregrina-Stiftung feierte am 20. Juni 2026 in Frauenfeld an der Häberlinstrasse 19 ihr 40-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür.

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzen die Gelegenheit, eine Einblick in die Unterkunft und in die Erstintegration der Peregrina-Stiftung zu erhalten. Bild: zVg

Gemäss den Untersee-Nachrichten vom 25. Juni 2026 nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher den Tag der offenen Tür, um sich ein Bild von der Anlage zu machen. Dabei wurden ihnen ein Blick in die Gemeinschaftsräume gewährt, wie auch ins Schulzimmer, in die Küche und in den Innenhof. Kulinarisch wurden die Gäste mit Speisen aus verschiedenen Herkunftsländern verwöhnt. Herbert Wörwag, Geschäftsführer der Peregrina-Stiftung, führte durch die Anlage. Wörwag betont im Zeitungsbericht, dass Integration nicht erst mit Formularen oder Entscheiden beginnt. Sie beginne im Alltag, beim Zusammenleben, beim Lernen von Regeln und beim gegenseitigen Respekt. Im Schulzimmer lernen die Erwachsenen eine neue Sprache, die es ihnen ermöglicht, Sicherheit zu gewinnen. Schulpflichtige Kinder besuchen eine Regel- oder Integrationsklasse. Ab Herbst 2026 soll die Schule für Erwachsene für alle Durchgangsheime in Sulgen zusammengelegt werden. Dadurch wird der Unterricht zentraler organisiert und professioneller gebündelt. Auch gilt es, einen strikten Tagesplan einzuhalten mit Integrationssequenzen oder Beschäftigungsprogrammen. Wörwag sagt dazu: «Die Menschen sollen nicht nur warten, sondern sie sollen ankommen, lernen, mithelfen, und sich Schritt für Schritt zurechtfinden.

Die Peregrina-Stiftung führt seit 1986 im Auftrag des Kantons Thurgau die Durchgangsheime und seit 2004 die Nothilfeunterkünfte. 2010 übernahm die Stiftung auch die Flüchtlingsbegleitung im Kanton Thurgau, die jedoch 2021 aufgrund einer Umstrukturierung aufgelöst wurde. Gegründet wurde die Peregrina-Stiftung vom Thurgauer Regierungsrat in Zusammenarbeit mit den beiden Landeskirchen. Die Verwaltung der Stiftung obliegt einem fünfköpfigen Stiftungsrat, dem eine Vertretung des Kantons und je zwei Vertretungen des evangelischen und katholischen Kirchenrates angehören. Die evangelische Kirchenrätin Gerda Schärer ist Vizepräsidentin des Stiftungsrates.

Weitere Informationen: www.peregrina-stiftung.ch