Gestalteten zum Thema Fülle und Verschwendung von Lebensmitteln einen Schöpfungszeit-Gottesdienst zum Anfassen: Pfarrer Lukas Butscher (mitte) und Katja Gsell (links) und Edith Lengacher (rechts) vom «Gnusshüsli» in Romanshorn. Bild: Ernst Ritzi
Gestalteten zum Thema Fülle und Verschwendung von Lebensmitteln einen Schöpfungszeit-Gottesdienst zum Anfassen: Pfarrer Lukas Butscher (mitte) und Katja Gsell (links) und Edith Lengacher (rechts) vom «Gnusshüsli» in Romanshorn. Bild: Ernst Ritzi
Im Psalm 104, auf den Pfarrer Lukas Butscher in seiner Predigt Bezug nahm, ist von der Fülle die Rede, mit der Gott die Menschen als Schöpfer mit den Gaben und Früchten der Natur beschenkt. Am Beispiel der Wassermenge, die Zimmerpflanzen für ihr Gedeihen benötigen, veranschaulichte Butscher, dass es nicht um das Maximum an Wasser gehe, sondern um das Optimum. Die Erfahrung zeige nämlich, dass mehr Zimmerpflanzen daran zugrunde gingen, dass sie in zu viel Wasser «ersäuft» würden, als dass sie austrocknen würden.
Die Weisheit des Schöpfers zum Ausdruck bringen
Mit der von Gott geschenkten Fülle würden Christen in die Verantwortung genommen, mit dem Geschenk sorgsam umzugehen: «Die Bewahrung der Schöpfung ist mehr als Umweltschutz, weil wir als Christinnen und Christen den Schöpfer dahinter sehen.» Als «Krone der Schöpfung» hätten die Menschen die Möglichkeit das Ökosystem aus dem Gleichgewicht zu bringen. Wenn die Menschen aber ihre Verantwortung wahrnehmen und statt dem Maximum das Optimum anstreben würden, könne durch das menschliche Handeln die Weisheit des Schöpfers zum Ausdruck kommen.
Projekt «Gnusshüsli» - ein Beitrag gegen Foodwaste
Was jeder bzw. jede einzelne gegen die Verschwendung von Lebensmitteln Foodwaste unternehmen und beitragen kann, erfuhren die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher von Katja Gsell und Edith Lengacher, die in Romanshorn im Auftrag der Evangelischen Kirchgemeinde das Projekt «Gnusshüsli» betreuen. Dank dem Angebot des «Gnusshüsli» werden Lebensmittel, die nahe am Ablaufdatum ihrer Haltbarkeit angelangt sind, kostenlos unter die Menschen gebracht. Es sind vor allem bedürftige Menschen, die das Angebot des «Genusshüsli» in Anspruch nehmen.
Feine Häppchen aus Lebensmittelresten
Sigrid Strahlhofer von der Arbeitsgruppe Schöpfungszeit der Landeskirche und die Amriswiler Laienpredigerin Karin Engeler informierten über das Ausmass von Foodwaste in der Schweiz und gaben praktische Tipps zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung. Beim anschliessenden Apéro wurden Häppchen serviert, die mit viel Kreativität aus Lebensmittelresten entstanden sind – und sie haben gemundet…