Zukunftstag 2025: Schülerinnen und Schüler erleben Kirche hautnah

Am nationalen Zukunftstag vom 13. November 2025 konnten acht Schülerinnen in Kreuzlingen und fünf Schüler sowie eine Schülerin in Frauenfeld einen Einblick in das Leben und Arbeiten in der Kirche erhalten.

Am Zukunftstag 2025 in Kreuzlingen sorgte der Laubbläser für viel Begeisterung. Bild: Flavia Hüberli

Acht Schülerinnen aus Amriswil, Kradolf, Kreuzlingen, Pfyn und Müllheim trafen im Kirchgemeindehaus Kreuzlingen ein, um in die Berufe Hausdienst mit Marco Santori und Pfarrerin Angela Hochstrasser hineinzuschnuppern. Nach einer lockeren Kennenlernrunde startete der Tag mit einer Team-Challenge: Die Schülerinnen mussten anhand von Fotos bestimmte Orte auf dem Gelände finden. An jedem Ort entdecken sie ein Wort, das zu einem gemeinsamen Lösungswort beitrug. Anschliessend bereiteten sie sich auf die Besuche im Alterszentrum vor. Die Schülerinnen waren bewegt und fasziniert von den interessanten Gesprächen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. Danach unterstützten sie den Hauswart beim Lauben im Garten – der Laubbläser sorgte für viel Begeisterung. Währenddessen packten andere mit an und räumten nach einer Veranstaltung Tische und Stühle weg.

Abwechslungsreich und spannend
Nach getaner Arbeit meldete sich der Hunger: Gemeinsam kochten wir im Jugendhaus Spaghetti und genossen das Zusammensein. Am Nachmittag ging es auf einen spannenden Rundgang durch die Kirche. Einige Schülerinnen waren zum ersten Mal auf dem Kirchturm, bestaunten das historische Uhrwerk oder durften ein paar Töne auf der Orgel spielen. Zum Abschluss gestalteten die Schülerinnen eine Andacht: Sie wählten Lieder aus, schrieben Gebete und teilten ihre Gedanken miteinander. Der Tag endete besinnlich und erfüllt – und die Rückmeldungen waren durchweg positiv. «Abwechslungsreich und spannend», so das Fazit der Teilnehmenden.

Ein Tag als Pfarrer
In Frauenfeld erhielten fünf Schüler und eine Schülerin Einblick in die Berufsbilder Sozialdiakonie Pfarrer und Jugendarbeit. Sozialdiakon René Oettli berichtete mit Bildern aus seiner vielfältigen Tätigkeit (Lebensmittel-Ausgabe, Senior:innenferien, Weihnachtspäckli-Aktion etc.). Pfarrer Dominik Gantenbein machte das Fragespiel «Wer wird Millionär?», bei dem die Kinder Goldtaler gewinnen konnten. Weiter hat er «einen Tag als Pfarrer» gefilmt. Er hat dabei aus seinem Alltag erzählt und hat die Kids mitgenommen in sein Büro, auf den Friedhof, in einen Sitzungsraum etc. Das machte den Beruf lebendig und nahbar für die Kinder. Jugendarbeiterin Pia Oertig spielte «Eins, Zwei oder Drei…» und gab auf diese Weise Einblick in die vielfältige Tätigkeit der Jugendarbeit. Das Mittagessen (Spaghetti) wurde gemeinsam gekocht. 

Jugendgottesdienst selbst gestaltet
Am Nachmittag bereiteten die Kinder einen Jugendgottesdienst in 2er Gruppen vor. Musik und Gesang mit Gitarre und Djembe, Liturgie (Begrüssung, Gebet, Verabschiedung) und Predigt. Sie wurden gecoacht von einem Theologiestudenten und einem Studenten des TDS Aarau (Höhere Fachschule Theologie, Diakonie und Soziales). Anschliessend wurde der Jugendgottesdienst in der Kirche abgehalten. Die jüngsten Kinder wollten dabei unbedingt auf die Kanzel. Obschon sie kaum über das Rednerpult blicken konnten – was von unten wirklich lustig anzusehen war – herrschte eine ernsthafte, feierliche Stimmung in der Kirche. Als Abschluss gab Sam Ammann noch Einblick in die spannende Welt der Licht- und Soundtechnik. 

Wer weiss – vielleicht trifft man eines Tages eine dieser Schülerinnen und einen dieser Schüler als Mitarbeitende in der Kirche wieder. Das wäre sehr erfreulich!