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Heilsame Stille

Evangelisch-methodistische Kirche (EMK), Zeltweg 20, 8032 Zürich, 16.11.2019, 9:00 - 16:30 Uhr
Spiritualität, Meditation | Schöpferisch leben

Stille als Wirk-Raum Gottes
Achter Netzwerktag zur Förderung von christlicher Meditation und Kontemplation in der Schweiz

Programm
9.00    Registrieren und Bezahlen, Kaffee und Gipfeli
9.30    Begrüssung und Einleitung
9.40    Gemeinsame Stille-Übung
10.00   Heilsame Stille:
           Ein Zugang zur heilenden Nähe Gottes, die Jesus erlebt, verkörpert und weitergibt
           (Hans Jörg Fehle)
11.15  12 Workshops zur Wahl – Durchgang 1
12.15  Mittagspause (Es wird ein Mittagessen serviert)
           Büchertisch
14.00  Heilendes Schweigen:
           Heilungserfahrungen in der Stille
           (Tim Winkler)
15.00  12 Workshops zur Wahl – Durchgang 2
16.10  Gemeinsame Stille-Übung
16.40  «Verortung»
17.00  Tagungsende und Heimreise

Referenten
Hans Jörg Fehle, 1953, reformierter Pfarrer, freischaffend als geistlicher Begleiter und Exerzitienleiter

Tim Winkler, 1957, Theologe, Seelsorger an der Klinik SGM, Leiter einer Wohngemeinschaft, langjährige kontemplative Praxis

Workshops

1. Gottes Wort als «Wirkwort» – Meditation mit allen Sinnen

Die Kraft der imaginativen ignatianischen Bibelmeditation erfahren. Meditation mit allen Sinnen als Übung der Vergegenwärtigung biblischer Geschichten. Grundlegende Einführung, Anleitung und Erfahrung der ignatianischen Evangelienmeditation.
Sr. Barbara Haefele sa, Gemeinschaft der Helferinnen, Exerzitienleiterin

2. «Heilsame Reduktion»
In Johannes 15 spricht Jesus immer wieder vom «Bleiben in ihm». Was meint Jesus damit und wie kann ich in meinem Alltag leben in einer Haltung des Bleibens und Empfangens, der Reduktion und Konzentration? Anregungen dazu aus der kommunitären Lebensweise. («Beständigkeit», «Anspruchslosigkeit», «Verzicht», ...)
Sr. Brigitte Arnold, Kommunität Diakonissenhaus Riehen, Pfarrerin, geistliche Begleiterin und Exerzitienleiterin

3. Stille als Wirk-Raum Gottes: Christus in mir – Das Geheimnis ist gross
Von der biblischen Grundlegung und dem Wesen christlicher Kontemplation. Mit praktischen Übungen.
Ruth Maria Michel, Leitung VBG-Ressort Spiritualität und Begleitung, Exerzitienleiterin

4. Stille für Eilige
Entdecken von und realistischer Umgang mit Zeitstaub (Madeleine Delbrêl). Wir wollen Zeitschnipsel und Formen des Betens mitten in einem anstrengenden Alltag entdecken – mit dem Ziel, in allem mit Christus verbunden zu sein und zu bleiben.
Hans Jörg Fehle,1953, reformierter Pfarrer, freischaffend als geistlicher Begleiter und Exerzitienleiter

5. «In seinem Licht sehen wir das Licht»
Gotteserkenntnis und Selbsterkenntnis reichen sich in der Meditation die Hand. Unsere innere Ausrichtung auf Gott bringt auch Dinge aus der Seele ans Licht. Das ist einerseits schmerzlich, andererseits aber auch heilsam, denn alles, was ans Licht kommt, wird selber Licht.
Thomas Bachofner, 1965, reformierter Pfarrer, Leiter tecum, Kartause Ittingen, ausgebildeter Meditationsleiter

6. «Meinen Hunger stille, meinen Grund erfülle mit dir selber gar»
Wie kann ich daheim mit einem Lied die persönliche Stille stützen und strukturieren? Wir besprechen als Beispiel das Lied «Allgenugsam Wesen» von Gerhard Tersteegen und verwenden es in einer gemeinsamen Stille. Als Anregung für unsere Zeiten mit Gott daheim.
Jens Kaldewey, Pfarrer, theologischer Referent und Lebensberater

7. Heilendes Malen – Mit dem Pinsel beten
Nach einer kurzen Anregung zum «Beten mit dem Pinsel» bewegen wir Anliegen und geben ihnen mit Farben und Formen Ausdruck. Das bevorzugte Malmaterial (d.h. alle Malutensilien, inkl. Papier) fürs eigene Experiment bringt jedeR selber mit. Vorkenntnisse sind keine erforderlich.
Kathi Kaldewey, Therapeutin im Ruhestand. Aktiv als zehnfache Grossmutter, Autorin, Referentin und Künstlerin

8. Schaffe Schweigen – aber wie?
Als Unternehmer lebe ich im Spannungsfeld von «Tun» und «Sein». Der Workshop bietet  «Erkundungsmöglichkeit», sich mit dem individuellen Spannungsfeld von «Tun» und «Sein» auseinander zu setzen. «Der heutige Zustand der Welt, das ganze Leben ist krank. Wenn ich Arzt wäre und man mich fragte, was rätst du? Ich würde antworten: Schaffe Schweigen!» (S. Kierkegaard). Aber, wem gegenüber und wozu soll ich schweigen? Wir kommen anhand schöpfungstheologischer Reflektionen (keine Gruppenarbeit) in Berührung mit der je eigenen Sehnsucht, um eigene Schritte des Schweigens im Alltag auszuloten und zu wagen.
Peter Graf, 1961, Theologe MA, Ausbildung in geistlicher Begleitung, tätig als Unternehmer

9. Schöpfung als Ort der Heilung
«Die Schöpfung ist ein Buch: wer’s weislich lesen kann, dem wird darin gar fein der Schöpfer kundgetan.» (Angelus Silesius). Die Schöpfung ist Gestalt gewordenes Wort Gottes. Darum begegnet uns Gott durch seine Schöpfung. Zu ihr gehören auch wir Menschen mit unserem leibhaftigen Dasein. Sich mit dem Atem verbinden – ganz schlicht und unspektakulär –, dann die achtsame und wertschätzende Hinwendung zum Leib und die Wahrnehmung in der Natur öffnen uns für die heilende Gegenwart Gottes in seiner Schöpfung.
Noa Zenger, 1975, reformierte Pfarrerin, Geistliche Begleiterin, Exerzitienleiterin, Lassalle-Haus, Bad Schönbrunn

10. Für Menschen in Heilberufen – Medicine de la Personne
Raum schaffen für Gottes Geist, der in uns ruft «Abba Vater» (Röm 8,15). «Durch diese ‚Übung des Herzens‘ erreichen wir das Herz Gottes. Wenn wir in der Intimität unseres Gebetes den Herzschlag Gottes hören werden, dann erkennen wir, dass Gottes Herz alle Leiden der Welt umfasst. Dann nehmen wir wahr, dass sie durch Jesus Christus zur leichten Last geworden sind, die zu tragen wir eingeladen wurden.» (H. Nouwen).
Dr. Christoph Künzle, 1961, Kinderarzt

11. Stille und Trauma
Stille und Meditation können traumatisierte Menschen auf ihrem Heilungsweg unterstützen. Dabei ist besondere Sorgfalt nötig, denn jede noch so hilfreiche Ressource kann kippen, wenn sie mit dem Trauma in Berührung kommt. Wann ist Stille und Meditation gut und heilsam? Wann kann Stille überfordern bzw. wann ist Stille nicht angezeigt? Welche Formen von Meditation sind besonders geeignet? Welche nicht?
Maja Franziska Friedrich, 1967, Spitalseelsorgerin, Trauma-Therapeutin Somatic Experiencing

12. Mit dem Leib in die Ruhe finden
Aus der Hektik und Zerstreuung, die wir kennen – in die Stille und Sammlung, nach der wir uns sehnen. Auf diesem Übergang kann uns unser Leib unterstützen. Wir entdecken Bewegungs-möglichkeiten, aus denen wir Gebärden entwickeln, die wir mit einem Wort, Bild oder Lied verbinden, damit sie als Gebetsgebärden unsere Stille bereichern können. Mitbringen: bequeme Alltagskleidung und wenn vorhanden rutschfeste Socken.
Antoinette Matthieu Leicht. Bewegungstherapeutin und Erwachsenenbildnerin, heute im Ruhestand

Ort
Evangelisch-methodistische Kirche (EMK), Zeltweg 20, 8032 Zürich
Tram: Ab Zürich Hauptbahnhof Tram Nr. 3 Richtung «Klusplatz» bis Haltestelle «Kunsthaus» (Tarif: Kurzstrecke). Der Zeltweg verläuft in Fahrtrichtung rechts des Schauspielhauses. Zu Fuss ab Tramhaltestelle ca. 5 Min.
S-Bahn: Zu Fuss ab «Bahnhof Stadelhofen» ca. 10 Min

Nähere Infos und Anmeldung
Bis spätestens 28. Oktober 2019 an Pfr. Hans Jörg Fehle, per Mail an info@STOP-SPAM.netzwerkkontemplation.ch oder Telefon 071 988 88 30 
Frühzeitige Anmeldung empfohlen, begrenzte Teilnehmendenzahl.

Die Workshops dauern je 50 Min. und werden doppelt geführt. Bitte bei der Anmeldung die Nummern Ihrer zwei Wunsch-Workshops mitteilen, sowie zwei Workshops für eine 3. und 4. Wahl (beschränkte Teilnehmendenzahl).

Ihre Anmeldung wird bestätigt.

Kosten
Referenten- und Raumkosten, Getränke, Mittagessen, Kaffee und Kuchen.
Frühbucherrabatt bis 30.8.2019: CHF 80.-, ab 1.9.19 CHF 130.-

Bitte vor Ort bar bezahlen.

Veranstalter
Interessengruppe Netzwerk Kontemplation (www.netzwerkkontemplation.ch): Sr. Brigitte Arnold,
Pfr. Thomas Bachofner, Pfr. Hans Jörg Fehle, Peter Graf, Ruth Maria Michel, Pfrin. Noa Zenger

Veranstalter:
tecum - Zentrum für Spiritualität Bildung und Gemeindebau