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Miteinander Gemeinde bauen

Kartause Ittingen, 03.11.2019, 16:00 Uhr - 05.11.2019, 16:00 Uhr
Behördenbildung | Ausbildung | Hilfen für die Praxis | Gemeindebau | Mitarbeiterschulung

Wie kommen wir zu einem echten Miteinander von Profis, Behörde und Freiwilligen?


Die Zukunftsfähigkeit der Kirche wird stark davon abhängen, wie sich die Basis der Entscheidungsträger und Mitwirkenden „verbreitern“ lässt. Wie leben wir das allgemeine Priestertum aller Gläubigen konkret?

Inhalt
Die reformatorische Lehre vom allgemeinen Priestertum der Gläubigen besagt, dass die Unterscheidung zwischen «Geistlichen» und «Laien» in der reformierten Kirche nicht gilt. Freilich ranken sich eine Menge offener Fragen um das allgemeine Priestertum: Was ist das spezifisch «Priesterliche» daran? Und manche oder mancher mag vielleicht auch erschrecken: Priester oder Priesterin zu sein ist für die einen sicherlich ein Ehrentitel, auf andere wirkt der Begriff aber auch beängstigend. Sie wollen gar nicht «mehr» sein als einfach nur Mitarbeitende in der Kirche.
Doch der Ansatz beim allgemeinen Priestertum bringt einen entscheidenden Paradigmenwechsel in unsere Gemeinden. Er setzt nicht beim «System Kirche» an, sondern bei den konkreten Menschen vor Ort: bei ihren Gaben und Berufungen. Damit dient er nicht nur einer höheren Motivation seitens der Mitarbeitenden, sondern auch einer besseren Kooperation, einer höheren gegenseitigen Wertschätzung und gleichzeitig einer grösseren Wertschöpfung.

Ziel
Die Fortbildung „Miteinander Gemeinde aufbauen» will die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem reformatorischen Konzept vom allgemeinen Priestertum vertraut machen – und sie will Lust zu einem gabenorientierten Ansatz der Gemeindeentwicklung machen, in dem Menschen lernen, ihren Neigungen und Begabungen entsprechend am Reich Gottes mitzuarbeiten. Dafür schärfen die Teilnehmenden das Rollenverständnis von Professionellen, Behördenmitgliedern und Freiwilligen. Sie reflektieren die Leitungskultur, die optimal das Engagement von Freiwilligen ermöglicht und lernen konkrete Gemeindebeispiele kennen. Sie kommen ihrer persönlichen Berufung auf die Spur und spüren nach, wie gemeinsam gelebte Spiritualität Begabungen zur Entfaltung verhelfen.

Zielgruppe
Pfarrer/-innen, Sozialdiakon/-innen, Kirchenmitarbeitende, Behördenmitglieder.
Empfehlenswert ist, wenn gemischte Teams bestehend aus professionell und ehrenamtlich Tätigen aus der gleichen Kirchgemeinde teilnehmen. Der Gewinn für die Gemeindeentwicklung ist dann am grössten.

Referent
Pfarrer Dr. Klaus Douglass, Zentrum Verkündigung Evangelische Kirche Hessen-Nassau

Leitung
Thomas Bachofner, Pfarrer, Leiter tecum    
Jacques-Antoine von Allmen, Pfarrer, Beauftragter für die Weiterbildung, A+W

Organisation
tecum und a + w (Aus- und Weiterbildung der Pfarrerinnen und Pfarrer)

Daten
Sonntag, 3. November 2019, 16.00 Uhr bis Dienstag, 5. November 2019, 16.00 Uhr

Kosten
Kurskosten inklusive Vollpension Fr. 615.- im Einzelzimmer, Fr. 555.- im Doppelzimmer.
Dieser Preis gilt für Teilnehmende aus dem Kanton Thurgau. Teilnehmende aus anderen Kantonen melden sich über das A+W Bildungsportal www.bildungkirche.ch an und bezahlen einen anderen Preis.

Anmeldung
Bis 4. Oktober 2019

Lehrmittel
Klaus Douglass: Die neue Reformation (besonders Thesen 25 bis 32 „Das allgemeine Priestertum der Gläubigen aktivieren“ und Thesen 33 bis 40 „Den Pfarrberuf neu definieren“.

Veranstalter:
tecum - Zentrum für Spiritualität Bildung und Gemeindebau