Das Evangelium ist uns Grundlage und Leitlinie

Das Bekenntnis in unserer Kirchenordnung beschreibt unseren christlichen Glauben so: «Wir glauben an Gott, den allmächtigen Vater und Schöpfer, der uns berufen hat zu seiner Kindschaft und zum ewigen Leben, an Jesus Christus, den Sohn Gottes, in welchem wir die Erlösung haben von unseren Sünden und die Versöhnung mit Gott, und an den heiligen Geist, der uns erneuert nach dem Bilde Gottes zu wahrhafter Gerechtigkeit und Heiligkeit. Amen.»

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Ab Pfingsten finden wieder Gottesdienste statt

Bund macht Ausnahme vom Veranstaltungsverbot

Als Ausnahme vom immer noch geltenden Veranstaltungs-verbot hat der Bund eine Regelung erlassen, die die Wiederaufnahme von Gottesdiensten ermöglicht. Unter Einhaltung von in einem Schutzkonzept definierten Regeln können Gottesdienste ab 28. Mai 2020 wieder stattfinden. Weil in den letzten Wochen wegen der Corona-Pandemie keine Gottesdienste stattfinden konnten, haben wir eine Liste mit live-streaming-Gottesdiensten zusammengestellt.
Zur Liste

Informationen des Kirchenrates für die Kirchgemeinden
Anweisungen zum Umgang mit der Coronavirussituation
Hinweise zur Durchführung von Gottesdiensten
Muster Schutzkonzept Kirchgemeinde: Word
Muster Schutzkonzept Kirchgemeinde: PDF
Merkblatt: Entscheidungen der Kirchgemeinden
Ideen für die Arbeit im Bereich Kirche, Kind und Jugend
Empfehlungen der Fachstelle Religionsunterricht

Wettbewerb zu 150-Jahr-Jubiläum der Landeskirchen

Wie viele Tiere sind auf dem Wimmelbild zu sehen?

Im Rahmen des Jubiläums «150 Jahre Landeskirchen Thurgau» lancieren die beiden Thurgauer Landeskirchen einen tierischen Wettbewerb. Grundlage des Wettbewerbs ist das Wimmelbild, das Plakate, Flyer und Banner des Jubiläums ziert. Die Frage lautet: «Wie viele Tiere sind auf dem Wimmelbild zu finden?». Einsendeschluss: 15. Juni 2020.

Gedanken zu Himmelfahrt

Die vierte Dimension

Englische Wörter haben Konjunktur, auch in der Kirche, und zwar längst nicht mehr nur unter Jungen. So ist von «Wor-ship» die Rede, von «Kids-Treff» und von «church meeting». Nicht immer ist das ein Gewinn. Manchmal weiss man auf Anhieb gar nicht, wie man ein Wort aussprechen soll. So wie jener Schüler, der «Baby-lon» zuerst mal so ausgesprochen hat, als wäre ein Kleinkind damit gemeint. Aber manchmal hat man ja auch schon mit Zürichdeutsch Mühe, etwa wenn man «Chile» zuerst einmal so ausspricht, als ginge es um ein Land in Südamerika.
Gelegentlich ist das Ausweichen auf Englisch aber auch hilfreich. Im Englischen gibt es zwei Wörter für das deutsche Wort «Himmel»: sky (im naturwissenschaftlichen Sinn) und heaven (im biblisch-religiösen Sinn). Natürlich hat man das in früheren Zeiten nicht streng unterschieden. So steht nicht nur im Deutschen das Wort «Himmel» für beides, sondern z.B. auch im Französischen («ciel»). Der astronomische Him-mel galt zugleich als das Himmelszelt, in dem man sich den Thron Gottes vorstellte.
Heute tut man gut daran zu unterscheiden. Wenn man Himmelfahrt im Sinn von sky versteht, kommt man beim Fest von Christi Himmelfahrt bald einmal in Erklärungsnot-stand. Wo ist er denn heute? Was wäre die maximal mögliche

Gedanken zu Himmelfahrt

Die vierte Dimension

Distanz, die er in den vergangenen 2000 Jahren zurückgelegt haben könnte? Schnell wird klar: Wenn Christus in den Him-mel aufgefahren ist, will das heissen: Er ist zu Gott zurückge-kehrt, in jene Sphäre, die man nicht in der dreidimensionalen Welt lokalisieren kann.

Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten «150 Jahre Landes-Kirchen Thurgau» wurden in der Kartause Ittingen und in Fischingen je ein Kunstwerk erstellt zum Thema: «ein Stück Himmel im Thurgau». Während in Warth der beauftragte Künstler eine Himmelsleiter gestaltet hat, setzte in Fischin-gen das Künstlerduo den Auftrag so um, dass es eine runde Metallplatte aufstellte, in dem sich bei einigermassen schö-nem Wetter der Himmel spiegelt.

Eine Wanderung zu beiden Orten lohnt sich. Beim Kunstwerk auf der Ottenegg ist es wie bei vielen modernen Kunstwer-ken: Inhalt und Aussage erschliessen sich nicht auf Anhieb eindeutig und vollständig. Ist es nun nur der Himmel mit seinen Wölklein, die sich spiegeln? Oder ist es doch mehr? Oder wird es in mir mehr, wenn ich mich meinen Gedanken hingebe? Wenn ich den Gedanken zulasse, dass die mess-bare, im Kosten-Nutzen-Verhältnis bewertbare, dreidimensio-nale Welt vielleicht doch nicht alles ist? Wenn die vorausge-gangene Wanderung zum Sinnbild wird, dass ich in meinem Leben als Wanderer unterwegs bin, im Sinn von: «Wir haben hier keine bleibende Stadt, die zukünftige suchen wir?»

«Heaven is a wonderful place», so heisst es in einem Gospel, der nicht selten auch von weltlichen Chören gesungen wird. Meistens auf Englisch, und das ist richtig so. Übersetzungen nehmen den Gospelliedern meist das Ursprüngliche. Genauso wäre es, wollte man Lieder von Peter Roth ins Schriftdeutsche übertragen. Um nicht mit Englisch, sondern mit Ostschweizer Mundart zu enden, hier eine Stelle aus «Juchzed und singed»: «Dis Rich goht öber Himmel und Erde, dis Liecht erschint allne Mensche, din Fride schenksch du de ganze Welt. Amen»

Pfarrer Wilfried Bührer, Kirchenratspräsident